0

Das Übergangsprogramm

eBook - Der Todeskampf des Kapitalismus und die Aufgaben der Vierten Internationale, Trotzki-Bibliothek

Erschienen am 21.09.2020, 1. Auflage 2020
Auch erhältlich als:
7,99 €
(inkl. MwSt.)

Download

E-Book Download
Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783886346417
Sprache: Deutsch
Umfang: 298 S., 2.52 MB
E-Book
Format: PDF
DRM: Digitales Wasserzeichen

Beschreibung

Die Gründung der Vierten Internationale im Jahr 1938 war die Antwort der Marxisten auf die Entartung der Kommunistischen Internationale unter dem Einfluß Stalins. Das Gründungsprogramm wurde von Leo Trotzki persönlich verfaßt.Leseprobe:"Die strategische Aufgabe der nächsten Periode einer vorrevolutionären Periode der Agitation, der Propaganda und der Organisation besteht darin, den Widerspruch zwischen der Reife der objektiven Bedingungen der Revolution und der Unreife des Proletariats und seiner Vorhut (Verwirrung und Entmutigung bei der alten Generation, Unerfahrenheit bei der jungen) zu überwinden. Man muß der Masse im Verlauf ihres täglichen Kampfes helfen, die Brücke zu finden zwischen ihren augenblicklichen Forderungen und dem sozialistischen Programm der Revolution. Diese Brücke muß in einem System von Übergangsforderungen bestehen, die ausgehen von den augenblicklichen Bedingungen und dem augenblicklichen Bewußtsein breiter Schichten der Arbeiterklasse und unabänderlich zu dem einen Schluß führen: zur Eroberung der Macht durch das Proletariat.Die klassische Sozialdemokratie, die ihre Tätigkeit in der Epoche des aufsteigenden Kapitalismus entfaltete, teilte ihr Programm in zwei voneinander unabhängige Teile: das Minimalprogramm, das sich auf Reformen im Rahmen der bürgerlichen Gesellschaft beschränkte und das Maximalprogramm, das für eine unbestimmte Zukunft die Ersetzung des Kapitalismus durch den Sozialismus vorsah: zwischen dem Minimalprogramm und dem Maximalprogramm gab es keine Brücke. Die Sozialdemokratie brauchte keine solche Brücke, denn von Sozialismus sprach sie nur an Feiertagen.Die strategische Aufgabe der Vierten Internationale besteht nicht darin, den Kapitalismus zu reformieren, sondern darin, ihn zu stürzen."Die vorliegende Ausgabe enthält das Gründungsprogramm der Vierten Internationale und, erstmals vollständig in deutscher Sprache, auch die Diskussionen, die Trotzki in Mexiko mit Führern der amerikanischen Socialist Workers Party über das Übergangsprogramm und Probleme der amerikanischen Arbeiterbewegung führte.Außerdem beinhaltet sie das Manifest "Der imperialistische Krieg und die proletarische Revolution" vom Mai 1940, in dem die Vierte Internationale ihre Haltung zum Zweiten Weltkrieg festlegte. Es war das letzte von Trotzki selbst geschriebene programmatische Dokument. Im August 1940 wurde er von einem stalinistischen Agenten ermordet.

Autorenportrait

1879 als Sohn jüdischer Bauern in der Ukraine geboren, schließt Leo Trotzki sich als Student der marxistischen Bewegung an. Er spielt eine führende Rolle in den Revolutionen von 1905 und 1917. Nach der Oktoberrevolution baut er die Rote Armee auf. 1923 gründet er die Linke Opposition, die den Kampf gegen die bürokratische Entartung der Sowjetunion führt, und 1938 die Vierte Internationale. 1940 wird er im mexikanischen Exil von einem stalinistischen Agenten ermordet.

Leseprobe

Die Gründung der Vierten Internationale im Jahr 1938 war die Antwort der Marxisten auf die Entartung der Kommunistischen Internationale unter dem Einfluß Stalins. Das Gründungsprogramm wurde von Leo Trotzki persönlich verfaßt.Leseprobe:"Die strategische Aufgabe der nächsten Periode einer vorrevolutionären Periode der Agitation, der Propaganda und der Organisation besteht darin, den Widerspruch zwischen der Reife der objektiven Bedingungen der Revolution und der Unreife des Proletariats und seiner Vorhut (Verwirrung und Entmutigung bei der alten Generation, Unerfahrenheit bei der jungen) zu überwinden. Man muß der Masse im Verlauf ihres täglichen Kampfes helfen, die Brücke zu finden zwischen ihren augenblicklichen Forderungen und dem sozialistischen Programm der Revolution. Diese Brücke muß in einem System von Übergangsforderungen bestehen, die ausgehen von den augenblicklichen Bedingungen und dem augenblicklichen Bewußtsein breiter Schichten der Arbeiterklasse und unabänderlich zu dem einen Schluß führen: zur Eroberung der Macht durch das Proletariat.Die klassische Sozialdemokratie, die ihre Tätigkeit in der Epoche des aufsteigenden Kapitalismus entfaltete, teilte ihr Programm in zwei voneinander unabhängige Teile: das Minimalprogramm, das sich auf Reformen im Rahmen der bürgerlichen Gesellschaft beschränkte und das Maximalprogramm, das für eine unbestimmte Zukunft die Ersetzung des Kapitalismus durch den Sozialismus vorsah: zwischen dem Minimalprogramm und dem Maximalprogramm gab es keine Brücke. Die Sozialdemokratie brauchte keine solche Brücke, denn von Sozialismus sprach sie nur an Feiertagen.Die strategische Aufgabe der Vierten Internationale besteht nicht darin, den Kapitalismus zu reformieren, sondern darin, ihn zu stürzen."Die vorliegende Ausgabe enthält das Gründungsprogramm der Vierten Internationale und, erstmals vollständig in deutscher Sprache, auch die Diskussionen, die Trotzki in Mexiko mit Führern der amerikanischen Socialist Workers Party über das Übergangsprogramm und Probleme der amerikanischen Arbeiterbewegung führte.Außerdem beinhaltet sie das Manifest "Der imperialistische Krieg und die proletarische Revolution" vom Mai 1940, in dem die Vierte Internationale ihre Haltung zum Zweiten Weltkrieg festlegte. Es war das letzte von Trotzki selbst geschriebene programmatische Dokument. Im August 1940 wurde er von einem stalinistischen Agenten ermordet.

Inhalt

VorwortTEIL I: Diskussion über die Aufgaben der GründungskonferenzVorbereitung der Gründungskonferenz (20. März 1938)Der Kampf für eine Labor Party in den USA (21. März 1938)Der Kampf gegen den Krieg und der Ludlow-Antrag (22. März 1938)Eine Zusammenfassung von Übergangsforderungen (23. März 1938)Verteidigungsorganisation und Haltung gegenüber Intellektuellen (24. März 1938)Die russische Frage (25. März 1938)Das Problem der Labor Party (April 1938)TEIL II: Das ÜbergangsprogrammDer Todeskampf des Kapitalismus und die Aufgaben der Vierten InternationaleDie objektiven Voraussetzungen der sozialistischen RevolutionDas Proletariat und seine FührungMinimalprogramm und ÜbergangsprogrammGleitende Lohnskala und gleitende Skala der ArbeitszeitDie Gewerkschaften in der Übergangsepoche Die FabrikausschüsseDas »Geschäftsgeheimnis« und die Arbeiterkontrolle über die IndustrieDie Enteignung bestimmter Gruppen von KapitalistenDie Enteignung der Privatbanken und die Verstaatlichung des KreditsystemsStreikposten, Wehrabteilungen, Arbeitermiliz, Bewaffnung des ProletariatsDas Bündnis zwischen Arbeitern und BauernDer Kampf gegen Imperialismus und KriegDie Arbeiter- und BauernregierungDie RäteDie rückständigen Länder und das Programm der ÜbergangsforderungenDas Programm der Übergangsforderungen in den faschistischen LändernDie Lage in der Sowjetunion und die Aufgaben der ÜbergangsepocheGegen den Opportunismus und den prinzipienlosen RevisionismusGegen das SektierertumPlatz den werktätigen Frauen! Platz der JugendUnter dem Banner der Vierten InternationaleDie Statuten der Vierten InternationaleTEIL III: Diskussion über den ProgrammentwurfDie politische Rückständigkeit der amerikanischen Arbeiter (19. Mai 1938)Lernt denken. Ein freundschaftlicher Rat an gewisse Ultralinke (22. Mai 1938)Die Arbeiterbewegungen in den USA und in Europa: ein Vergleich (31. März 1938)»Für« die Vierte Internationale? Nein! Die Vierte Internationale! (31. Mai 1938)Das Programm vervollständigen und in die Tat umsetzen (7. Juni 1938)Man muß die Bürokratie und die neue Aristokratie aus den Sowjets verjagen (4. Juli 1938)Wie ökonomische Verschiebungen die Stimmung der Massen beeinflussen (20. Juli 1938)Drei Möglichkeiten einer Labor Party (23. Juli 1938)Für eine Arbeiter- und Bauernregierung (29. Juli 1938)Eine große Errungenschaft (30. August 1938)TEIL IV: Manifest der Vierten Internationale (1940)Der imperialistische Krieg und die proletarische Weltrevolution

Informationen zu E-Books

„E-Book“ steht für digitales Buch. Um diese Art von Büchern lesen zu können wird entweder eine spezielle Software für Computer, Tablets und Smartphones oder ein E-Book Reader benötigt. Da viele verschiedene Formate (Dateien) für E-Books existieren, gilt es dabei, einiges zu beachten.
Von uns werden digitale Bücher in drei Formaten ausgeliefert. Die Formate sind EPUB mit DRM (Digital Rights Management), EPUB ohne DRM und PDF. Bei den Formaten PDF und EPUB ohne DRM müssen Sie lediglich prüfen, ob Ihr E-Book Reader kompatibel ist. Wenn ein Format mit DRM genutzt wird, besteht zusätzlich die Notwendigkeit, dass Sie einen kostenlosen Adobe® Digital Editions Account besitzen. Wenn Sie ein E-Book, das Adobe® Digital Editions benötigt herunterladen, erhalten Sie eine ASCM-Datei, die zu Digital Editions hinzugefügt und mit Ihrem Account verknüpft werden muss. Einige E-Book Reader (zum Beispiel PocketBook Touch) unterstützen auch das direkte Eingeben der Login-Daten des Adobe Accounts – somit können diese ASCM-Dateien direkt auf das betreffende Gerät kopiert werden.
Da E-Books nur für eine begrenzte Zeit – in der Regel 6 Monate – herunterladbar sind, sollten Sie stets eine Sicherheitskopie auf einem Dauerspeicher (Festplatte, USB-Stick oder CD) vorsehen. Auch ist die Menge der Downloads auf maximal 5 begrenzt.

Weitere Artikel aus der Kategorie "Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Politik"

Alle Artikel anzeigen