Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9789464270136
Sprache: Deutsch
Umfang: 344 S., 84 farbige Illustr.
Format (T/L/B): 2.6 x 28.6 x 21.5 cm
Einband: gebundenes Buch
Beschreibung
Dieses Buch behandelt die Frage, ob und wie sich soziale Identitäten in der deutschen Mittelgebirgszone zum Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. veränderten. Es wird davon ausgegangen, dass die Veränderungen der Bestattungssitten im Übergang vom Spät- zum Endneolithikum von Migrationsprozessen aus der nordpontischen Steppenlandschaft beeinflusst wurden. Um die Frage der Auswirkungen dieser Migrationsprozesse auf den Wandel der sozialen Identitäten und Bestattungssitten zu beantworten, werden soziale Gruppenidentitäten rekonstruiert und auf Transformationsprozesse untersucht. Dadurch ermöglicht diese Regionalstudie eine soziale Perspektive auf die archäologischen Veränderungen und auch auf Ergebnisse der bisherigen aDNA-Studien über das Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. Es stellt sich heraus, dass der Ausdruck der sozialen Gruppenidentitäten im Spätneolithikum die Kollektivität betont und sich dies im Endneolithikum zu der Betonung einzelner Individuen und ihrer sozialen Rolle im Endneolithikum verändert. Mögliche Gründe und Auslöser dieser sozialen Transformation werden unter anderem in Hinblick auf Migrationsprozesse untersucht. Das Ergebnis ist eine enge Verflechtung lokaler Praktiken mit großräumigen Phänomenen, die in den lokalen Kontexten unterschiedlich aufgenommen werden. In Abhängigkeit des Betrachtungsmaßstabes zeugen die Netzwerke des ausgehenden Neolithikums über weite Teile Zentraleuropas entweder von der großräumigen Homogenität der sozialen Gruppen oder der Diversität der lokalen Kontexte. Contents 1. Wandel der Bestattungssitten in Mitteldeutschland 2. Soziale Transformationsprozesse als Forschungsgegenstand 3. Forschungsgeschichtlicher Überblick 4. Deutsche Mittelgebirgszone als Untersuchungsgebiet 5. Das Spätneolithikum im Untersuchungsgebiet 6. Das Endneolithikum im Untersuchungsgebiet 7. Der Übergang vom Spät- zum Endneolithikum 8. Kategorische Identifikationsmerkmale 9. Relationale Identifikationsmerkmale 10. Das Zusammenspiel relationaler und kategorischer Identifikation 11. Untersuchungen möglicher Migrationsbewegungen 12. Der soziale Transformationsprozess im ausgehenden Neolithikum 13. Das Ende des Neolithikums und der Anfang des Individuums
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Autorenportrait
Dr. Clara Drummer (1988, Nuremberg, Germany) studied Archaeological Sciences at the Friedrich-Alexander-University, Erlangen-Nuremberg between 2011 and 2016 and has worked since 2016 as an independent archaeologist. She joined the DFG Collaborative Research Centre CRC1266 'Scales of Transformations' at Kiel University in January 2017 for her PhD studies and obtained her doctoral degree (Dr. phil.) in April 2020.