Beschreibung
Der Name Sinn Féin wird gemeinhin grob mit dem Nordirlandkonflikt, beziehungsweise der IRA assoziiert. Dem Fokus des Betrachters entzieht sich dabei leicht, dass die Partei Sinn Féin eine lange Entwicklung hinter sich hat. Das Prädikat "politischer Arm der IRA" umschreibt die vielen Facetten in ihrer Geschichte nur sehr unscharf. Dieses Buch zeichnet ein kontrastreiches Bild Sinn Féins und der Weiterentwicklung ihres Selbstbildes, von der Zeit ihrer Gründung bis in die Gegenwart. Es wird aufgezeigt, wie aus einer kleinen Protestpartei eine terroristische Vereinigung und schließlich eine politische Kraft in Regierungsverantwortung werden konnte. Die Architektur des Nordirlandkonflikts spielt hierbei ebenso eine Rolle wie die Entwicklungen in der Perzeption der eigenen Tradition. Das vorliegende Buch liefert demnach einen Beitrag zur ganzheitlichen Betrachtung Sinn Féins.
Autorenportrait
Dominic Vogel stammt aus Immenstadt im Allgäu. Er studierte von 2005 bis 2008 Politologie an der Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg.
Leseprobe
Kapitel 4.2.) Der Hungerstreik von Long Kesh als WendemarkeDie Wende in der Haltung Sinn Féins bezüglich aktiver politischer Agitation, trat mit dem Hungerstreik des Jahres 1981 ein.165 Dieser war bereits der Zweite innerhalb eines Jahres, denn schon im Jahr zuvor hatten sieben republikanische Häftlinge versucht, so ihren aberkannten Status politischer Haft wieder zu erlangen. Dieser endete im Dezember 1980, als man glaubte einen Kompromiss mit der britischen Regierung, unter Margaret Thatcher, aushandeln zu können. Doch die zähen Verhandlungen, die von Sinn Féin Mitgliedern in Vertretung der Häftlinge geführt wurden, brachten keine Ergebnisse. Am 1.März 1981, genau fünf Jahre nach der Aberkennung des special category status167, traten zehn Häftlinge, unter Führung von Bobby Sands, erneut in einen Hungerstreik. Er endete am 3.Oktober desselben Jahres mit zehn toten Häftlingen.
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